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Was passiert eigentlich, wenn Du nichts zu tun hast?

Aktualisiert: 16. Jan.




Wer träumt nicht davon, einmal „nicht zu müssen“. Nicht den ganzen Tag Aufgaben und Verpflichtungen durchgetaktet zu haben. Der Wunsch nach Freiheit und Herr über die eigene Zeit zu sein.

Partner, Kinder, Freunde, Arbeit, Kunden, Mitarbeiter, Netzwerken, Hobbies. Alles beansprucht Aufmerksamkeit und Zeit. Natürlich sind das alles Dinge, die wir gerne machen. Zumindest die Meisten. Dennoch löst die Vielzahl der Verpflichtungen den Wunsch aus, da mal auszusteigen und gar nichts zu tun.


Wann hattest Du zuletzt nichts zu tun? Hast vielleicht eine ganz bewusste Auszeit genommen?



Das Nichts-tun ist gar nicht so einfach


Das ist gar nicht so einfach wie man meint. Zum Beispiel berichten mir viele Unternehmer, dass die ersten Tage im Urlaub schwierig sind. Sie haben sich wochenlang danach gesehnt: Urlaub, freie Zeit und Ruhe - nicht mehr der stressige und fordernde Alltag.



Jetzt ist es so weit. Aber die Ruhe macht sie nervös. Der Drang, etwas Wichtiges zu tun, setzt sie unter Druck. Das ist nicht das, was sie sich gewünscht haben.

Und was passiert dann?

  • Der Unternehmer checkt seine E-Mails

  • Er geht auf LinkedIn und Facebook um zu sehen, was es Neues gibt.

  • Er ruft kurz mal im Büro an, um zu hören, ob die eine Sache noch geklappt hat.

Der sonst so beschäftigte Geist kommt nicht mit der Ruhe zurecht.



Nicht zu arbeiten ist nicht automatisch Nichts-Tun!


Vielleicht sagst Du jetzt, für mich ist das kein Problem. Wenn ich im Urlaub bin, dann spiele ich mit den Kindern und verbringe eine schöne Zeit mit meinem Partner oder meiner Partnerin.

Das ist toll und wichtig. Diese Quality Time mit der Familie und mit Freunden macht für Viele das Leben erst aus. Auf jeden Fall ist es ein wichtiger Lebensbereich.

Im Grund ist das aber auch eine Beschäftigung. Und neben dieser Zeit mit der Familie und Freunden ist die Ruhe mit Dir alleine ebenso wichtig.

Ich weiß, wovon ich schreibe. Nach außen wirke ich für Viele sehr ruhig und überlegt. Innerlich konnte ich aber sehr lange nicht zur Ruhe finden. Mein Geist war immer auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Immer beschäftigt mit dem, was ich gerade noch erledigen muss.



Darum ist Ruhe und Zeit nur für dich wichtig

Die Ruhe, in der Du gar nichts zu tun hast ist so wichtige, da Du dann

  • Dich spüren kannst. Spürst, wie es Dir gerade geht.

  • reflektieren kannst, wo Du stehst und wie es Dir dort geht

  • darüber nachdenken kannst, wohin Du möchtest. Was Deine großen Ziele sind.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn Du immer wieder spürst, dass irgendwas nicht stimmt. Sätze wie "Eigentlich müsste ich doch glücklich sein, ich habe einen tollen Job, eine tolle Familie, ..." schreien laut Dein persönliches "aber". Wenn Du Deinem "Aber" auf die Spur kommen möchtest, und zwar bevor es sich in eine persönliche Krise verwandelt, brauchst Du die Ruhe für dich.



Wenn Du gerne diese Ruhe finden möchtest, aber nicht weißt, wie das im Alltag gelingt, dann kannst du zum Beispiel damit beginnen:

  • Schenke Dir bewusst Zeit und gehe spazieren, bleibe mit den Gedanken bei Dir.

  • Gehe mit etwas zum Schreiben an einen ungestörten Ort. Schreibe Dir alle Gedanken auf, die Dir in den Kopf kommen.

  • Bleibe einfach mal kurz stehen oder sitzen und spüre, welche Emotion Du gerade spürst.

Gerade am Anfang ist weniger oft mehr. Also schaffe Dir lieber viele kleine Ruheinseln und fange nicht gleich mit einem 2-wöchigen Meditations-Retreat an.



Und deswegen solltest Du Ruhe-Pausen einbauen


Vielleicht sagst Du jetzt, alles schön und gut, aber dafür habe ich keine Zeit. "Von nichts kommt nichts." Ich mache lieber etwas als Löcher in die Luft zu starren.

Das stimmt, von nichts kommt nichts:

  • Ohne Ruhe entsteht weniger Kreativität

  • Ohne Ruhe weißt Du nicht, wie es Dir wirklich geht (Denke an die vielen Berichte von Menschen, die von Ihrem Burn-out überrascht wurden)

  • Ohne Ruhe kannst Du Dir keine Vision und keine Ziele erarbeiten, denen es lohnt zu verfolgen.


Sprich in der Ruhe entsteht die Grundlage, die Du für ein sinnvolles Tun benötigst.

Ich habe viele Jahre sehr viel getan. Ich war ständig im Stress. Damals hat mich mein Tun aber nicht zu meinen Zielen geführt, da die Basis dafür gefehlt hat.


Große Persönlichkeiten nehmen sich diese wichtige Zeit. Nur durch diese Zeit konnten sie sich zu der Person entwickeln, die sie sind. Die Ziele erreichen, die sie sich gesteckt haben.


Fang am besten ganz klein an. Nimm Dir heute und morgen 5 Minuten für dich. Und dann mach übermorgen einfach weiter.

Schreibe mir, wie viele Tage Du benötigt hast, bis Du eine Veränderung festgestellt hast.

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