Weshalb "Dringend" so laut ist und wird "Wichtig" vernachlässigt?

„Ich habe zwei Arten von Problemen, die dringenden und die wichtigen. Die dringenden sind nicht wichtig, und die wichtigen sind niemals dringend.“ Dieses Zitat wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben. Und es trifft den Kern der Sache sehr genau.



Vielleicht kennst Du das: eigentlich solltest Du Dir endlich einen genauen Überblick über Deine Zahlen verschaffen. Doch Du kommst nicht dazu, immer kommt etwas anderes dazwischen. Ein Mitarbeiter braucht Deine Hilfe bei einem Projekt, ein wichtiger Kunde ruft an und Dein Steuerberater braucht auch noch Unterlagen von Dir. Oder das längst überfällige Kritikgespräch mit Deinem Mitarbeiter, für das Du einfach nicht den richtigen Zeitpunkt und die nötige Ruhe findest. Geht es Dir auch manchmal so?


Ich kenne das sehr gut. Lange Zeit war mein Alltag geprägt davon, das dringendste und das, was gerade auf meinem Tisch landete oder auch zu meiner Tür hereinkam, abzuarbeiten. Viele vermeintlich dringende Probleme kommen nämlich auf zwei Füßen zu unserer Tür herein. Für wirklich wichtige Fragen, wie zur Strategie, die Frage, wohin ich mein Unternehmen entwickeln will oder wie ich mein Unternehmen so nach außen präsentieren kann, dass ich für potentielle Mitarbeiter attraktiv bin, dafür blieb meist keine Zeit. Diese Aufgaben waren ja nicht dringend. Das konnte ich schieben – auf morgen, auf nächste Woche. Mit dem Ergebnis, dass ich diese Aufgaben dann meist gar nicht angegangen bin. Meist geht das auch eine ganze Weile gut. Die Auswirkungen, die es hat, wenn ich mich wichtigen Aufgaben nicht widme, zeigen sich erst in ferner Zukunft.



Wie unterscheidest Du, was dringend und was wichtig ist? Wenn Du mit Deiner Firma gerade in einer Krise bist, dann ist jetzt alles wichtig, was Deine Firma aus der Krise führt. Frage Dich bei jeder Aufgabe: trägt diese Aufgabe dazu bei, die Krise abzuwenden?


Was kannst Du tun, damit Deine Zeit nicht von dringenden Aufgaben „aufgefressen“ wird und Dir für die wichtigen Aufgaben keine Zeit übrigbleibt? Von Stefan Merath, dem Autor von „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ habe ich einen sehr effektiven Trick gelernt: Sorg dafür, dass die wichtigen Aufgaben dringend werden. Indem Du jemanden damit beauftragst, Dich zu kontrollieren. Im Buch heißt dieser Mensch „Herr Bertram“. Herr Bertram bekommt den Auftrag, Deine Fortschritte bei den wichtigen Themen zu überprüfen. Am besten eignet sich dafür ein anderer Unternehmer, mit dem Du offen sprechen kannst und der keine Scheu hat, Dir seine Meinung zu sagen. Ihr legt feste Ziele fest, einen Termin bis zu dem diese Ziele zu erreichen sind – und wenn Du noch etwas mehr Energie in das Ganze bringen willst, dann gehst Du eine finanzielle Verpflichtung ein. Das heißt, wenn Du Dein Ziel nicht erreichst, dann wird eine Strafe fällig.


Wenn Du lernen möchtest, wie Du Dir Wichtiges und Dringendes richtig einteilst, buche den Online-Kurs "Die 12 Gamechanger die Dich aus Deiner Krise führen.". Mathias hat darin dem Thema ein ganzes Kapitel gewidmet.

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